Besamungstechniker/in - Beruf mit vielen Facetten

Der Beruf Besamungstechniker/Besamungstechnikerin ist sehr vielseitig. Er verlangt neben technischem Geschick und analytischem Denken, eine genaue und kundenorientierte Arbeitsweise. Vorausgesetzt ist eine abgeschlossene Ausbildung (EFZ) als Landwirt oder in einem mit der Landwirtschaft verwandten Beruf.

Voraussetzungen für BesamungstechnikerInnenGute Fingerfertigkeit und ein breites Fachwissen sind im Besamungsdienst stark miteinander verknüpft. Sie machen den Alltag interessant und den Beruf für viele zum Traumjob. Diese Vielseitigkeit erfordert aber auch ein hohes Mass an Flexibilität.Besamungstechniker und –technikerinnen brauchen daher folgende Eigenschaften für eine gelungene Ausbildung und ein erfolgreiches Berufsleben: 

  • Sie sind tierlieb und haben Interesse an der Landwirtschaft
  • Sie haben das „Züchtervirus“ und ein Auge für gute Kühe
  • Sie können gut mit Menschen umgehen
  • Sie fahren gerne Auto - bei Wind und Wetter, auch am Wochenende
  • Sie arbeiten selbständig und verantwortungsbewusst
  • Sie sind genau, wenn sie ihre geleistete Arbeit dokumentieren und aufzeichnen müssen
  • Sie bilden sich gerne weiter und lernen interessiert immer wieder Neues

Ausbildung für den Besamungsdienst bei Swissgenetics
Die Tierseuchenverordnung ist die gesetzliche Grundlage der Schweiz für die Ausbildung. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ist die akkreditierende Stelle, die die Ausbildung anerkennt und Bewilligungen erteilt.

Näheres ist in den technischen Weisungen über die Ausbildung der Besamungstechniker/Innen des BLV geregelt.

Swissgenetics ist eine vom BLV anerkannte Ausbildungsstätte für die künstliche Besamung.

Breite Ausbildung

Wer überbetrieblich besamen will, muss bereits in einer fundierten Ausbildung die erste hohe Hürde meistern. Bei Swissgenetics durchlaufen angehende Besamer/innen deshalb eine 20-wöchige Ausbildung im In- und Ausland.

Zu Beginn der Ausbildung gilt es sich mit den Anforderungen und Arbeitsabläufen in der Samenproduktion und dem Besamungsdienst vertraut zu machen. Damit die Geschlechtsorgane und insbesondere die Gebärmutter richtig und sicher beurteilt werden können, müssen anatomische und physiologische Grundkenntnisse erworben werden. Deshalb verbringen Besamungstechniker/-innen in der Ausbildung viel Zeit auf Mastbetrieben, damit von Beginn an jeder Griff an und in der Kuh sitzt.

 

Sechs Wochen Deutschland

Damit die Auszubildenden möglichst viel am Tier üben können, reisen sie für 6 Wochen nach Deutschland an eine anerkannte Ausbildungsstätte. Ihnen stehen genügend landwirtschaftliche Grossbetriebe zur Verfügung, so dass die Auszubildenden fast täglich das Handling von Tier und Samendosen intensiv trainieren können.
In der breitgefächerten Ausbildung wird aber auch theoretischer Unterrichtsstoff in den Fächern Hygiene, Seuchenlehre, sanitarischen Vorschriften, Brunstbeobachtung, Beurteilung der Besamungstauglichkeit, Fütterung, Herdenmanagement und Bestandesfruchtbarkeit vermittelt.
Am Schluss der 6-wöchigen Ausbildung in Deutschland werden alle Fächer geprüft – eine wichtige Voraussetzung zur Erlangung des Berufsdiploms und zur späteren Festanstellung bei Swissgenetics.

 

Als Profi starten

Wer die Prüfung im Ausland bestanden hat, vertieft seine erworbenen Kenntnisse während eines dreimonatigen Praktikums in der Schweiz. Dabei bildet der praktische Einsatz im Feld einen wichtigen Schwerpunkt. Erfahrene Besamungstechniker bereiten die Auszubildenden weiter auf die eigenständige Arbeit vor.

So ist gewährleistet, dass die angehenden Besamungstechniker und –technikerinnen erst dann selbständig auf Besamungstour gehen, wenn sie das Handwerk beherrschen. Dies garantiert eine gute Arbeitsqualität und einen hohen Besamungserfolg.

 

Nie ausgelernt

Mit Abschluss der Ausbildung hat es sich aber noch lange nicht ausgelernt. Mit dem Wandel in der Landwirtschaft und neuen Entwicklungen in der künstlichen Besamung ändern sich auch die Anforderungen an den Besamungsdienst. Deshalb muss bei Swissgenetics jeder Besamer jährlich für mindestens zwei Tage an einer Fortbildung teilnehmen. Neben der züchterischen und besamungstechnischen Weiterbildung wird dabei kontinuierlich auch das Wissen im Bereich der Fruchtbarkeit, Fütterung und Herdenmanagement vertieft, damit der Besamungstechniker der kompetente Ansprechpartner rund um die Kuh ist und bleibt.

 

Das Züchtervirus

Die vielseitige Aus- und Fortbildung kann aber dennoch nicht das „Züchter-Virus“ ersetzen, das jeder Besamer und jeder Besamerin haben muss: „Du bekommst weiche Knie und dein Herz klopft, wenn du eine schöne, ausgewogene und funktionelle Kuh siehst“ (Zitat eines altgedienten Besamers).

Diese Einstellung motiviert alle im Besamungsdienst mitzuhelfen, für jeden „ihrer“ Betriebe die passende Kuh zu züchten.

Fachliche Fragen zur Ausbildung beantwortet Dir

Stefan Buri, Teamleiter Reproduktion

Organisation Besamungsdienst bei Swissgenetics

Das Kerngeschäft von Swissgenetics ist die Selektion, die Produktion, der Verkauf und die Übertragung von hochwertiger Rindviehgenetik. Ca. 240 Besamungstechniker und rund 115 Vertragsbesamer (vorwiegend Tierärzte) sind an 365 Tagen im Jahr für die Kunden unterwegs.

Besamungsregionen

Der Besamungsdienst bei Swissgentics ist in vier Besamungsregionen (Romandie, Zollikofen, Mülligen, Bütschwil) aufgeteilt. Die Führung der Regionen obliegt den regionalen Verkaufsleitern

Die Verkaufsleiter sind verantwortlich für die Besamungtechniker, -technikerinnen und Vertragsbesamer in ihrer Region. Sie sind daher Ansprechpartner für alle Fragen zur Anstellung im Besamungsdienst bei Swissgenetics:

In der

Region Romandie (Westschweiz): Hermann Frick
Region Zollikofen (Berner Mittelland): Martin Wälti
Region Mülligen (Aargau / Zentralschweiz): Richard Schmid
Region Bütschwil (Ostschweiz / Südostschweiz): Michael Böhi

Fragen im Personalbereich: Tiziana Schenk